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Hämorrhoiden – Wie werden sie behandelt?

Behandlung bei HämorrhoidenHämorrhoiden beziehungsweise Hämorrhoidalleiden sind eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, vor allem weil sie eine der sensibelsten Regionen unseres Körpers betreffen. Die Behandlung von Hämorrhoidalleiden ist je nach Schweregrad unterschiedlich und sollte immer unter Einbeziehung eines Arztes erfolgen.

In diesem Artikel erfährst du, wie du Hämorrhoidalleiden im Vorfeld vermeiden kannst und welche Behandlungsformen es für die unterschiedlichen Schweregrade gibt. Wenn du nach einer schnellen Lösung suchst, dann kann ich dir die Jan Huber’s Hämorrhoiden 3 Schritt Methode empfehlen.

Inhalt

Vorwort
Hämorrhoidalleiden vermeiden
Leichte Hämorrhoidalleiden
Sklerosierung
Gummibandligatur
Einfacher operativer Eingriff
Die Stapler­-Methode
Schlusswort

Vorwort

Zeigen sich Symptome und ist der Schweregrad identifiziert, wählt der Arzt eine geeignete Behandlungsmethode aus. Während beim ersten Schweregrad noch einfache Hausmittel gegen Hämorrhoiden, Salben und Sitzbäder ausreichen, kann es bei höheren Schweregraden zu operativen Eingriffen kommen. Da es sich um eine sehr sensible Stelle des Körpers handelt, erscheint das vielen sehr schmerzhaft und brutal, sodass vielleicht Angst oder falsche Scham einen raschen Arztbesuch verhindert. Hämorrhoidalleiden sind allerdings aus medizinischer Sicht sehr gut zu behandeln. Daher gilt, je schneller der Arzt aufgesucht wird, desto schneller ist das Leid vorüber.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte man unbedingt wissen, wie man Hämorrhoidalleiden beziehungsweise die meistens vorausgehende Verstopfung im Vorfeld vermeidet. Es gibt dazu nämlich einige wertvolle Tipps.

Hämmorhoidalleiden vermeiden

Hämorrhoidalleiden entstehen, wenn die Hämorrhoiden durch zu starkes Pressen beim Stuhlgang überbelastet werden, sodass knotenförmige Vergrößerungen entstehen. Die Ursache dafür ist meistens eine Verstopfung.

Bei einem gesunden Menschen kann einer Verstopfung durch die richtige Ernährung, viel Wasser (keine Softdrinks) und ausreichend Bewegung entgegengewirkt werden. Dadurch wird Stuhlgang weich und der Darm kann ohne Pressen entleert werden.

Die richtige Ernährung sollte viele Ballaststoffe in Form von Obst und Gemüse enthalten. Durch ihre Form und Beschaffenheit putzen die Ballaststoffe den Darm sozusagen von innen und entfernen klebrige oder schwer verdauliche Reste. Der Darm wird gereinigt und kann die Mahlzeiten besser abtransportieren.

Auch verdauungsfördernde Tees, wie beispielsweise Kamillentee, können helfen. Einerseits wird Flüssigkeit zugeführt, andererseits beseitigt die Kamille Bakterien und hemmt Entzündungen.

Als wichtigste Regel gilt natürlich erst zur Toilette zu gehen, wenn man wirklich muss, und auf keinen Fall zu pressen. Ansonsten verschlimmert sich der Schweregrad immer weiter.

Leichte Hämorrhoidalleiden

Leichte Hämorrhoidalleiden (Grad 1) werden mit Salbe, Creme, Sitzbädern oder Zäpfchen behandelt. Die Präparate dienen zur Wundheilung, hemmen Entzündungen, lindern Schmerzen und helfen gegen Nässen oder Juckreiz. Oft liegt der Packung ein Applikator für die Einführung in den After mit bei. Manchmal wird auch eine Einlage mit dem Mittel bestrichen. Außerdem gibt es auch eine große Anzahl an Hausmitteln, Tees und Extrakten, die auf natürliche Weise sowohl für die innere, als auch die äußere Behandlung geeignet sind.

Hier noch ein Video mit Erklärungen:

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Sklerosierung

Bei der Sklerosierungstechnik spritzt der Arzt an den Gefäßzuflüssen der Hämorrhoiden ein Mittel ein, woraufhin diese schrumpfen und sich verfestigen. Diese Behandlung wird bei Hämorrhoidalleiden des 1. und 2. Grades angewendet und ist normalerweise nicht weiter problematisch. Die Hämorrhoiden finden allmählich zu ihrer ringförmigen Struktur zurück.

Gummibandligatur

Bei dieser Behandlung wird das vergrößerte Gewebe mit einem Gummiband abgebunden, sodass es innerhalb weniger Tage abstirbt und vom Körper ausgestoßen wird. Dieser Eingriff ist eine Alternative zur Sklerosierungstechnik und wird häufig bei Grad 2 oder 3 angewendet. Der Eingriff ist unkompliziert und für die Patienten kaum schmerzhaft.

Einfacher operativer Eingriff

Weiter fortgeschrittene Hämorrhoidalleiden des 3. und 4. Grades müssen oft operativ entfernt werden. Bei einer konventionellen Operation werden die vergrößerten Knoten operativ herausgeschnitten und die Gefäßpolster in ihrer ringförmigen Struktur rekonstruiert. Nach der Operation folgt ein mehrtägiger stationärer Aufenthalt. Es kann noch zu Schmerzen im After kommen. Die Hämorrhoiden können auch unterschiedlich stark bluten. Es wird außerdem darauf geachtet, dass der Patient möglichst viele Ballaststoffe zu sich nimmt.

Die Stapler-­Methode

Diese Methode bietet einige Vorteile gegenüber dem einfachen operativen Eingriff.
Bei der Stapler-­Methode wird ein spezielles, abgerundetes Instrument in den After eingeführt, das ringförmig das überschüssige Gewebe abschneidet und die Schnittränder direkt mit Klammern zusammenfügt. Das Verfahren ähnelt der Funktionsweise eines Tackers (daher auch der englische Begriff Stapler), ist allerdings bei Weitem nicht so furchterregend, wie es zunächst klingen mag. Die Operationsdauer ist nur sehr gering und die Patienten erleiden nur wenig Schmerzen. Durch den schnellen und präzisen Schnitt erfahren sie eine schnelle Heilung. Diese Methode wird vor allem bei Grad 4 angewendet, wenn das Gewebe nach außen dringt oder es thrombosierte Hämorrhoiden gibt, die schnell behandelt werden müssen.

Schlusswort

Ein gesunder Lebensstil fördert die Verdauung und beugt damit Verstopfungen vor. Sollte es trotzdem zu Hämorrhoidalleiden kommen, ist es immer besser, früh zum Arzt zu gehen. Schmerzhafte Verschlimmerungen und operative Eingriffe können dadurch verhindert werden.

Dazu kommt, dass nicht alle Beschwerden am After Hämorrhoidalleiden sind und Beschwerden in diesem Bereich immer Ernst genommen werden sollten. Einige Geschlechtskrankheiten, Ekzeme oder sogar Darmkrebs können im Bereich des Afters Schmerzen auslösen.

Vor allem die Stapler­-Methode macht deutlich, wie fortgeschritten die Behandlung heutzutage selbst im vierten Stadium geworden ist. Hämorrhoidalleiden sind natürlich nie besonders angenehm, aber da sie sehr gut behandelbar sind, sollte keine Furcht oder falsche Scham vor dem Arzt bestehen. Vor allem Frauen in einer Schwangerschaft oder nach der Geburt sollten bei Symptomen von Hämorrhoiden dringend einen Arzt aufsuchen.

Von einer Eigenbehandlung ohne Arzt oder mit Methoden ohne Nachweis auf Wirkung (beispielsweise homöopathisch) wird ebenfalls dringend abgeraten.

Lies hier mehr über die Symptome bei Hämorrhoidalleiden oder welche Hausmittel wirklich helfen können.

Hämorrhoiden -­ Was sind die Symptome?
Hämorrhoiden -­ Welche Hausmittel helfen wirklich?
Hier auch ein kurzer Beitrag von NDR.

Bildrechte: 24918461@canstockphoto

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